28 März 2009

Molyneux Galore: Voll sozial, voll geheim und so!


Das war's. Die Game Developers Conference ist zu Ende. Und wie immer gab's die ein oder andere coole Ankündigung, Hinweise auf ein neues MMO von Blizzard (ja, ... hatten wir schon mehrmals) und ein neues MGS. Viele Vorträge, die man sich irgendwann die Tage wohl bei Google Video & YouTube rein ziehen kann usw. usf. Doch für mich war das Highlight mal wieder Peter Molyneux.

Der hat nämlich mal wieder aus dem Nähkästchen geplaudert und gezeigt, mit was für coolen Sachen bei Lionhead experimentiert wird. Und das find' ich faszinierend. Stetig, sagt Peter, würde bei Lionhead experimentiert. Kleine 1-5-Mann Teams probieren technische- und spielmechanische Neuerungen, tüfteln rum und schauen, was möglich ist. Vieles würde es dabei nicht ins Spiel schaffen, anderes, wie der Hund in Fable 2, schon. Und diese Ideen bereichern das Spiel. Doch manche, wie das Echtzeit-Wetter in Black & White, wären hingegen eine "einfach dumme und dämliche Idee. Was aber nicht bedeutet, dass wir so etwas nicht tun sollten. Wenn ich ein Spieler-Typ wäre, dann würde ich darauf wetten, dass das, was unseren Kunden wirklich wollen, diese Innovationen sind. Sie wollen geschockt und überrascht werden – und das, jedes mal, wenn sie sich auf ein Videospiel freuen." Daher, so Peter, sollten die Entwickler und Publisher den Entwicklern auch Freiheiten lassen. Ansonsten würden die kreativen Köpfe einfach verschwinden und ihre eigenen Studios gründen.

Freilich ließ Peter auch ein paar Brotkrumen purzeln, die auf sein neues Projekt verweisen. Das er natürlich nicht beim Namen nennen darf. Jedenfalls: Wie Molyneux angab, sei ein Experiment erst recht spät realisiert worden und somit für Fable 2 zu spät gekommen. Eine Technik, die es erlaubt "tausende und abertausende von Animationen einer Figur" gleichzeitig zu erzeugen." Und die würde wohl in einem "zukünftigen Spiel genutzt werden, wer weiß?" Und: "Über Lionhead sollte man nicht denken, dass sie nur Fable machen. Das ist definitiv nicht so. In Wahrheit arbeiten wir wirklich unglaublich hart auch an etwas anderem. Aber wir dürfen nicht über dieses andere sprechen, weil wir dann auch etwas zeigen müssten, um es zu beweisen. So ist das jetzt nun mal und das ist wohl auch gut so." Wann er etwas zum zeigen haben wird, ist nicht sicher. Aber wahrscheinlich wird’s wohl zur E3 soweit sein.

Anbei wurden Peter und einige andere Entwickler wie Will Wright auch mal wieder etwas philosophisch und sprachen über soziale Faktoren in Videospielen - und Ethik. "Ich denke, wir machen das eigentlich ganz gut", sagte etwa Peter, "Wir haben Gehirntraining, wir haben The Sims, wir haben viele Spiele, die soziale Nachrichten und Werte transportieren." Auch was den Einfluss von Spielen betrifft ist der Kopf von Lionhead von der Richtung recht überzeugt. "Wenn man sich etwas von der Unterhaltung entfernt und dann auf sich selbst schaut, es mal aus anderer Perspektive betrachtet, dann ist das gut. Und darum ein Spiel zu entwickeln, dann kommt in Teilen so etwas wie Fable bei raus (...) das ist einfach etwas, das bei der Entwicklung eines Spieles passiert."

Ähnlich sieht die Sache auch Sims- und Spore-Papa Will Wright: "Eines der gefühlsbetontesten Spiele, die ich jemals spielte, war Black & White. Zur Hölle, ich hab diese kleinen Bewohner schikaniert, gequält und sie weinten, zerschrammt und ich fühlte mich wirklich schuldig. Bei einem Film oder einer TV-Serie ist mir so etwas noch nie passiert."

Soweit dazu ...

1 Comment:

Anonym said...

Mann, Mann, Mann ... ich lese dich schon lange und du bist echt ein super gamesblogger. aber deine vorliebe für den molyneux kann ich echt nicht verstehen. sorry