02 Juli 2008

Studie: Videospiele stumpfen nicht ab


Gamer stumpfen durch virtuelle Gewalt in sog. Killerspielen nicht ab, das besagt eine Studie der Universität Bremen, schreibt der Focus. Demnach werden virtuelle und reale Gewalt, entgegen mancher Behauptungen, vom Gehirn unterschiedlich aufgenommen und bewertet.

Um das festzustellen wurden 22 männliche Probanden in einen Magnetresonanztomografen gesteckt und durften "virtuelle Gewaltaufnahmen" und "reale" Gewalt konsumieren. Das genaue Ergebnis dann ...

Die Gehirnbilder zeigten gänzlich unterschiedliche Aktivitätsmuster. Spielszenen regten eher Teile des Großhirns an, reale Brutalität eher das limbische System.
Wie die Wissenschaftler nun meinen, werden zumindest bei Intensivspielern reale und virtuelle Ereignisse und Vorgänge – und darunter eben auch Gewalt – auf unterschiedlichen Ebnen aufgenommen und verarbeitet. Das Spielerhirn versteht also tatsächlich zwischen 'real' und 'virtuell' zu unterscheiden, was dem oft propagierten 'Gewöhnungseffekt' bei Videospielen widerlegen würde. Darüber hinaus stützt das meine kleine Vermutung, die ich vor einiger Zeit raus gehauen habe. Und zwar: "dass man die gekünstelte, virtuelle Darstellungsweise – die Stilelemente - des Spieles annimmt und sie mehr und mehr als das verstehen lernt, was sie ist: Nicht real! Ähnlich wie es bei Cartoon-Gewalt alá Bugs Bunny der Fall ist."

3 Comments:

Anonym said...

EAT THIS PFEIFFER AND BECKSTEIN! Nothing more to say. Right?

MountainKing said...

Naja, man muss aber wirklich sagen, dass die Aussagekraft dieser Untersuchung aufgrund der niedrigen Probandenzahl vergleichsweise gering ist.

micha | neuerSpieler said...

@MountainKing - Ja, das muss man tatsächlich einräumen.