22 Juli 2008

Echt herb: Bully klagt gegen Bully


Das finde ich dann doch schon witzig. Michael 'Bully' Herbig, so heise.de, klagt gegen Take Two wegen dem Rockstar-Game Bully: Die Ehrenrunde. Grund: Er wolle nicht mit einem 'Gewaltspiel' in Verbindung gebracht werden.

Nun kann man darüber streiten, ob Bully ein 'Gewaltspiel' ist – ich würde es jedenfalls nicht so bezeichnen -, doch der Titel passt zum Produkt. Und das sagte auch Take Two vor dem Landgericht München. Denn Bully bedeutet schließlich 'Rüpel' bzw. 'Rabauke' und um einen solchen, nämlich Jimmy Hopkins, dreht sich das Spiel nunmal – weshalb es auch international unter diesem Titel veröffentlicht worden sei. Die allgemeine Bekanntheit von Michael Herbig's Spitznamen 'Bully' wird von Take Two hingegen angezweifelt.

Doch ganz stimmt nicht, was Take Two da sagt, wenn ich mich nicht irre. Denn die erste Version von Bully, jene für die PS2, wurde in Deutschland und anderen Staaten zunächst als 'Canis Canem Edit' veröffentlicht. Erst die neue und erweiterte Scholarship Edition, in Deutschland eben die Die Ehrenrunde, wurde wie die US-Version mit einprägsameren Namen Bully betitelt.

Aber okay, dass dieser Rechtsstreit lächerlich ist, erklärt sich von selbst. Selbst das Gericht scheint dieser Auffassung zu sein und habe daher ' Probleme mit der Anspruchsgrundlage'. Doch, wie vorgeschlagen, sich gütlich zu einigen, würden beiden Parteien ablehnen. - Tja, dann kann das ja noch interessant werden.

2 Comments:

Lorand said...

Das is echt traurig und ärgerlich zugleich.
So ein Swachsinn, echt. Er weiss schon, dass Bully im Englischen kein Eigenname, sondern die bezeichnung für "Schulhofschläger" ist?

wtf, echt jetzt.

Anonym said...

Hehe, habs vorhin schon bei Spiegel Online gelesen und dachte es wäre so eine Satiremeldung. Ich kann einfach nicht glauben, dass der das ernst meint : )