06 Mai 2008

BIU gegen neue USK-Plaketten


Demnächst will der Bundestag die neuen Richtlinien zum Jugendschutz beschließen und damit etwa festlegen, dass die Altersfreigabe-Kennzeichnungen auf Verpackungen von Videospielen größer dargestellt werden müssen. Dieses wurde schon von Experten kritisiert, die darin nur ein Feigenblatt und keinen echten Fortschritt sehen. Dem schließt sich jetzt auch der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware an.

Wie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware – zudem etwa EA, Take Two und Activision gehören - in einer Pressemitteilung schreibt, bieten die geplanten Änderungen keine Verbesserungen. Es werde stattdessen einfach wieder am eigentlichen Problem vorbei gearbeitet und derzeitige Entwicklungen ignoriert.

So wird etwa der mögliche Download von Spielen aus dem Netz – etwa mit Steam, verschiedenen Portalen etc. - vollkommen bei Seite gelassen.

"Gerade die Schließung dieser Lücke wäre aus unserer Sicht jedoch dringend erforderlich, um den Jugendmedienschutz tatsächlich zu verbessern und die vorhandenen technischen Systeme auch zukünftig effektiv einsetzen zu können", sagt Olaf Wolters, Geschäftsführer des BIU. (...) Während Spiele auf Trägermedien durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) geprüft werden, ist dies nach aktueller Gesetzeslage für online vertriebene Spiele nicht möglich, da sie dem Jugendmedienschutz-staatsvertrag unterliegen.
Weiterhin sagt der BIU, dass die Größe der USK-Plakette nicht das Problem sei, sondern deren Gestaltung und Wortlaut. Statt nämlich stets das umständliche "Freigegeben ab XX Jahren gemäß § 14 JuSchG" auf zudrucken sollte simpel ein 0, 6, 12, 16 und 18 verwendet werden. So würden auch das "Ohne Altersbeschränkung" und "Keine Jugendfreigabe" nicht mehr nötig sein.

via Golem.de

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