09 Mai 2008

Beate Merk: Killerspiele müssen verboten werden!


Ja, kaum ist die Verschärfung des Jugendschutzgesetzes durch, da schreien schon die ersten nach mehr! Nicht nur Jugendlichen soll der Zugang zu gewalthaltigen Spielen verwehrt werden, sondern auch mündigen Erwachsenen. Und, wie sollte es auch anders sein, kommt die neuste Forderung nach einem Verbot der bösen Killerspiele aus dem königlichen freistaatlichen Bayern.

Der politische Frontman im Kampf gegen die Videospiele ist diesmal aber nicht der gute Günther Beckstein, denn der ist ja derweil mit der Videospiele-Branche ganz dicke, sondern die Justizministerin Beate Merk. Die will jetzt, so Golem.de, ein "strafrechtliches Verbot von virtuellen Killerspielen" – wie es eben schon mach anderer gefordert hat.

Um solche Gewaltspiele mit ihren negativen Folgen effektiv bekämpfen zu können, muss ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot im Strafrecht geschaffen werden (...) Nur dann kann es gelingen, derartige Machwerke zurückzudrängen. (...) Menschenverachtende virtuelle Killerspiele haben eine gewaltabstumpfende(!) Wirkung und können gerade auf labile Personen stimulierend wirken.
Was sie die"negativen Folgen" genau sein sollen, das sagt Beate nicht. Doch wie dem auch sei: Mit der Aussage, dass sogennante Killerspiele auf labile Personen stimulierend wirken könnten, damit hat sie natürlich recht. Leider trifft das ebenso auf Filme, Nachrichten, Alkohol, Bücher, sinkende Löhne, Mobbing und auch Diätenerhöhungen für Bundestagsabgeordnete zu.

3 Comments:

Anonym said...

Beckstein 2.0 ... na super!

Anonym said...

Das ist doch Realsatire in Reinform. ... also "Nur dann kann es gelingen, derartige Machwerke zurückzudrängen" kann doch nicht ernst gemeint sein!

AFD ist Doof said...

Achja 2008 - andere Zeiten ^^