02 April 2008

Zeitung bezahlt für Killerspiel-Geschichten


Dass die Berichterstattung in Sachen Videospiele – insbesondere wenn's um sog. Killerspiele geht – nicht gerade neutral ist, das haben wir hier in Deutschland schon zu Genüge zu spüren bekommen. Eine britische Zeitung treibt's jetzt allerdings auf die Spitze.

Auf einer Seite für angehende Schauspieler, Modells und sonstige zukünftige 'Stars' wurde eine Anzeige geschaltet, die hunderte Britische Pfund für eine Story verspricht, wie 'Videospiele dich ins Verbrechen trieben'. Man solle hierfür einfach ein paar Zeilen schreiben. Und wenn die Story der Redaktion gefällt, würde man umgehend mit einem Anruf rechnen können.

Diese Praxis ist zwar bei den englischen Boulevardblättern recht weit verbreitet, doch meist wird damit eher nach skurrilen oder auch trivial-spaßigen Storys gesucht. UND normalerweise wird auch darauf hingewiesen, dass die Geschichte wahr und nachprüfbar sein muss – das ist bei der Killerspiel-Anzeige nicht der Fall. Ein Versehen? Möglich, aber unwahrscheinlich.

Welche Zeitung die Anzeige aufgegeben hat ist nicht bekannt. Allerdings könnte es sich Mutmaßungen zufolge um eine Zeitung handeln, die seit 1896 erscheint und das Wort "Daily" im Titel trägt.

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