09 April 2008

Peter Molyneux zum Ende von Bullfrog


Bei den Jungs von GamaSutra gibt’s mal wieder ein Interview mit Peter Molyneux. Der erste Teil ist recht langweilig und kann unbeachtet bleiben oder zumindest schnell überflogen werden. Denn er handelt fast ausschließlich von Fable 2. Die letzte Seite hingegen hat's aber noch mal in sich – zumindest für Game-Historiker -, denn dort Peter auf das Ende von Bullfrog und seine jetzige Arbeit für Microsoft ein.

Christian Nutt, der Interviewer, sprach Peter auf die kürzlichen Äußerungen von EA-Chef John Riccitiello auf der DICE an. Dort hatte sich der EA-Frontmann nämlich für das Aus von Bullfrog, also Peter's Firma, Westwood und Origin entschuldigt und erklärt, dass man eben viele Fehler begangen habe. Womit er eindeutig Recht hat und eben das findet Peter Molyneux auch.

Er hat völlig recht und ich denke es war ein interessanter Kommentar, als er sagte, dass man den kreativen Blumen (also den Entwicklern) Raum zum wachsen lassen muss (...) sehr einsichtig, was er gemeint hat.

Aber ... da gab's viele Fehler, die gemacht wurden. Auch viele von meiner Seite aus, was bedeutet, du weisst schon, dass die Zusammenarbeit nicht geklappt hat. Nicht nur EA hatte schuld, sondern ich ebenso.

Ich war recht jung (...) all das Geld kam rein und plötzlich wandelte sich das Studio – und das war das wirkliche Problem für mich – von einer Gruppe von 34 engen Freunden, die jeden Abend gemeinsam ins Pub gehen, zu 150 Leuten von denen ich 115 nie richtig kennen gelernt habe. Und das in einem Zeitraum von sechs Monaten. Es war verrückt (...) du hattest diese kleine Gruppe (...) und plötzlich kriegst du soetwas.
Rückblickend, so Peter Molyneux jetzt, hätte man vieles anders machen können.
(...) falls jemand damals, jetzt lässt sich das so einfach sagen, aber falls jemand zu der Zeit zu mir gekommen wäre und gesagt hätte, "Peter, was willst du jetzt machen? Was willst du wirklich machen? Was ist wichtig für dich?", ich glaube, da hätten wir uns zusammensetzten und das alles ausarbeiten können (...)
Bei Microsoft sei das jetzt alles anders. Vor allem da er weiß, wo und was sein Platz ist. Bei Bullfrog war er dagegen Programmierer und Designer. Und das hätte sich mit EA alles auf einen Schlag geändert – und eben das sei eines der großen Probleme für ihn selbst gewesen.

Picture (CC) by jez'

3 Comments:

Anonym said...

War schon sehr schade um Bullfrog, ich hab denen ihre Spiele damals geliebt und nie gedacht dass die irgendwann mal dicht machen. Aber mit EA war das ja klar...

Kaufen, ausbluten, dichtmachen!

Anonym said...

Ich glaub nicht das Molyneux am BullFrog Rip schuld ist ... das war EA! Wie sollte Molyneux wissen was die anrichten??

michael | neuerSpieler said...

Ja, es war wirklich schade um Bullfrog gewesen. Meine Meinung: Molyneux kann sich nicht dafür verantwortlich sehen. Schließlich hat EA die Firmenkultur zerbrochen. Und davon war nun eben auch Molyneux betroffen.