22 April 2008

Frontal 21 – gamona sprach mit Hartmut Gieselmann


Kaum zu glauben, schon drei Jahre ist der Killerspiele-Bericht von Frontal 21 her. Damals hatte ich mich an anderer Stelle ausgiebig dazu geäußert und zusammen mit vielen anderen die nicht wenigen Fehler, Übertreibungen und Missinterpretationen der Redaktion aufgeführt. Nach der heftigen Kritik hatte sich Frontal 21 dann zu einer Stellungnahme hinreisen lassen, in der u.a. aus dem Buch 'Der virtuelle Krieg' vom c't-Redakteur Hartmut Gieselmann zitiert wurde, um den angeblichen Wahrheitsgehalt des Berichtes zu untermauern. Doch leider hatte Frontal 21 falsch zitiert ... und zwar richtig falsch!

Hartmut Gieselmann hatte das auch bemerkt und im ZDF-Forum richtig gestellt. Des weiteren hat er sich von der Art der Berichterstattung der Frontal 21-Redaktion distanziert.

Das Militär setzt Computerspiele vielmehr dazu ein, um taktische Abläufe zu trainieren. Gewaltszenen werden wie in "Americas Army" explizit ausgeblendet, um den Eindruck eines sauberen Krieges entstehen zu lassen. (....) Durch Ihre emotionalisierende Berichterstattung erschweren Sie allerdings eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema. Es ist der Sache nicht dienlich, wenn, nur um der sensationslüsternden Bilder wegen, Militärsimulationen, Ego-Shooter, Gangster- und Horrorspiele in einen Topf geworfen werden und dabei solch eklatante Fehler bei den Fakten unterlaufen, dass diese kaum durch ein Versehen des Redakteurs zu erklären sind.
Die Jungs von gamona haben das Thema jetzt noch mal aufgegriffen und ein sehr interessantes Interview mit Hartmut Gieselmann geführt, in dem er seine Sicht der Dinge erklärt und sich auch zur allgemeinen Problematik des Themas 'Killerspiele' äußert. Unbedingter Lesebefehl!

2 Comments:

Anonym said...

Hey, stark ... danke für den Hinweis!

Anonym said...

Da sieht mans mal wieder wies bei denen da läuft. Lügen, Fakten verbiegen und falsch zitieren! Aber was will man von frontal21 schon anderes erwarten.