11 März 2008

Tim Sweeney: Die meisten PCs für's Spielen ungeeignet!

Der PC als Spieleplattform ist in Gefahr, zumindest scheint es so. Deshalb haben sich vor kurzem Intel, Nvidia, AMD, Microsoft und etliche andere zusammengefunden und die PC Gaming Alliance gegründet, welche den heimischen PC promoten will. Auch Tim Sweeney, Gründer und Chef von Epic, sieht den PC in Gefahr. Doch nicht weil er generell nicht dazu taugen würde, sondern weil viele Spiele-PCs zu teuer sind, Discount-Rechner zu wenig Power haben und die Industrie die falschen Signale sendet.

Es gibt nicht viele Leute, die viel Geld dafür [für PCs] hergeben wollen. Im Fall der PCs ist es so, dass sie meist weniger Rechenpower mitbringen, als es das Geld rechtfertigen würde. Du bezahlst doppelt soviel für 30 Prozent mehr Performance ... das darf nicht sein!
Auch, so sagt Sweeney, würden viele Hardware-Hersteller bzw. deren PRler glauben, dass es nur wenige echte Spieler die gibt – die aber dafür kaufkräftig sind. Das ist an sich auch richtig. Doch man dürfe die breite Masse nicht außen vor lassen.
(...) denn PCs sind beliebter denn je. Jeder hat einen PC (...) sie nutzen ihn für Facebook, MySpace, Musikpiraterie - wozu auch immer. (...) Doch letztlich ließ die Konsole den PC hinter sich. Geschäfte wie Best Buy verkaufen PC-Spiele und PCs mit integrierten Grafikkarten und sprechen nicht über die Unterschiede zu leistungsfähigeren Rechnern. Diese Computer sind gut für Mails, im Web surfen und Video gucken. Doch für Spiele sind sie meist nicht geeignet. Momentan verfügen 60 Prozent der PCs auf dem Markt nicht mal über einen gängigen Grafikprozessor.
Hierdurch wäre die Kluft der Leistung von Low-End und High-End-PCs zu groß geworden und würde die Skalierbarkeit von Spielen fast unmöglich machen. Dadurch würde der normale heimische PC als solcher für alles gut sein, nur nicht für's Spielen. Auf die Frage, ob sich das wieder ändern könnte sagte Sweeney: Ja, wäre möglich. Doch dafür müsste sich die Industrie kräftig ins Zeug legen!

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