16 März 2008

Kane & Lynch: Was war, was wird?


Fast vier Monate ist es jetzt her, dass Jeff Gerstmann von GameSpot gefeuert wurde. Angeblich, da er das Game Kane & Lynch: Dead Men zu schlecht bewertet hatte – und dieses zu einer Zeit, da Eidos auf GameSpot eben dieses Spiel mit einem gehörigen Aufwand bewerben ließ. Wie es letztlich aber nun genau zu seiner Entlassung kam, darüber kann man sich streiten. Oder auch nicht!

Fakt ist jedoch, dass durch Jeffs Entlassung, Kane & Lynch mehr Aufmerksamkeit erlangte, als den Machern lieb war. Oder zumindest nicht die Art Aufmerksamkeit, die sie wollten. Jeff zumindest hatte das Game mit 3.5 von 5 möglichen Sternen bewertet. Was zwar nicht sonderlich schlecht aber weit von einem 'Ausgezeichnet' entfernt war - einem Maß, das man in Vorabberichten und Previews durchaus möglich erachtete. Schließlich stammte Kane & Lynch: Dead Men von den Machern der grandiosen Hitman-Reihe. Andere sahen es durchaus ähnlich wie Jeff, dessen Entlassung auch jetzt noch Nachwirkungen zeigt, durch die das Game in Mitleidenschaft gezogen wird. Aus Solidarität zum ehemaligen GameSpotter wurde und wird Kane & Lynch nämlich bei Amazon.com, GameSpot und anderen Seiten von Usern mit schlechten Kritiken und Bewertungen geradezu überhäuft. Auch entschloss sich so mancher das Spiel schlicht zu boykottieren, egal wie gut oder schlecht es nun sei. Der erhoffte Blockbuster floppte zwar nicht gerade, verkaufte sich aber weitaus schlechter, als man bei Eidos gedacht hatte.

Tatsächlich kann man über Kane & Lynch: Dead Men durchaus geteilter Meinung sein. Meine Ansicht: Das Game ist ein durchaus solider Shooter mit guter Story, tollen Ansätzen und netter Atmosphäre aber eben auch deutlichen Macken seitens KI, Gameplay und Steuerung. Ein 'Kann, muss aber nicht'-Titel eben.

Bisher konnte sich das Eidos-Spiel vom Gerstmann-Gate nicht wirklich erholen. Laut derzeitigen Zahlen hat sich Kane & Lynch plattformübergreifend und weltweit mehr als 1,4 Millionen Mal verkauft. Recht mager, wenn man bedenkt, welches Potential der Titel doch hatte und welcher Werbeaufwand betrieben wurde. Daher hat Eidos den Preis für die PC-Version mit sofortiger Wirkung auf 19,99 Euro gesenkt, was Schnäppchenjäger und solche locken soll, denen der umstrittene Titel bisher einfach nicht soviel Geld und Risiko wert war.

Hoffen wir, dass die Macher, IO Interactive, aus der Kritik und Eidos aus dem generellen Trubel gelernt haben. Schließlich soll Kane & Lynch 2 schon in der Mache sein, da man an das Long-Term Franchise Kane & Lynch glaubt.

2 Comments:

Anonym said...

Kane and Lynch kannste echt knicken. Habs gekauft und habs gespielt. Bis heute bereue ichs für das Spiel 60 Euronen hingeblättert zu haben.

Anonym said...

Ich mochte Kane & Lynch eigentlich ganz gerne und fänds cool, wenn ein neuer Teil kommt.