10 März 2008

Ist Grand Theft Auto rassistisch?

Dass Grand Theft Auto ein, sagen wir, gewalthaltiges Spiel ist, das dürfte allgemein bekannt sein. Auch wird dem Spiel von jeher die Verherrlichung von Verbrechen angelastet. Nun kommt ein weiterer Vorwurf hinzu: GTA ist rassistisch. Das sagt zumindest ein Highschool-Lehrer aus Brooklyn.

In seinem Blog Big Smoke Street Corner beschreibt er einige Auffälligkeiten, die ihm während des Spielens ins Auge sprangen. Insbesondere was die Stereotypen im Spiel betrifft ...

(...) [GTAs] Hauptzielgruppe sind männliche, weiße Vorstädter (...) [die Spiele] verbreiten die Vorstellung, dass kriminelle, ultra-brutale Gruppen hauptsächlich von korrupten, ethnischen Minderheiten angeführt werden.

Nachdem ich die komplette Serie ausgiebig gespielt habe (...) kann ich mich nicht an eine einzige positive Darstellung von Schwarzen, Mexikanern, Kubanern oder Jamaikanern, Kolumbianern (...), Japanern, einem jüdischen Rechtsanwalt oder, im bald erscheinenden Spiel (GTA4), Russen und Serben, erinnern; auch die stetige Verspottung von Liberalen oder Homosexuellen sollte man nicht vergessen. Übrigens, es gibt niemals irgendwelche weiße Gangs (...)
via GamePolitics

3 Comments:

Philipp Bochmann said...

Also bei GTA San Andreas gibt es schon ein paar weiße Auftraggeber/Charaktere (Kent Paul, "The Truth", Maccer und natürlich Zero), aber Gangs würden wir wirklich keine einfallen. Vielleicht bilden die Weißen einfach keine Gangs. ;)

Anonym said...

Die Stereotypen würde ich unter Satire abstempeln. Aber mir selbst fällt wirklich keine weiße Gang ein.

Antichrist & Barcodes said...

Die italienische Mafia (GTA 3 und GTA Vice City) ist ja eigentlich auch eine Art "weiße" Gang...

Insbesondere San Andreas dürfte ja auch das Klischee vom Schwarzen Gangster auf Korn nehmen... Und in dem der Spieler einen Afroamerikaner übernimmt, wird ja zumidnest eine positive ethnische Midnerheit ins Spiel gebracht.